Die Wiederentstehung des Staates Israel

21. Juni 2018 at 18:05

„Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren. Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen und nicht auch geboren werden lassen? spricht der HERR. Sollte ich, der gebären läßt, den Schoß verschließen? spricht dein Gott.

Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.“ (Jes 66,8-10)

 

„Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägypten geführt hat«, sondern: »So wahr der HERR lebt, der die Israeliten geführt hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Ländern, wohin er sie verstoßen hatte.« Denn ich will sie zurückbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe.

Siehe, ich will viele Fischer aussenden, spricht der HERR, die sollen sie fischen; und danach will ich viele Jäger aussenden, die sollen sie fangen auf allen Bergen und auf allen Hügeln und in allen Felsklüften.“ (Jer 16,14-16)

 

„Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels! Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde, auch Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen.“ (Jer 31,7-8).

 

„Da geschah des HERRN Wort zu mir: Du Menschenkind, die Leute, die noch in Jerusalem wohnen, sagen von deinen Brüdern und Verwandten und dem ganzen Haus Israel: Sie sind ferne vom HERRN, aber uns ist das Land zum Eigentum gegeben. Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ja, ich habe sie fern weg unter die Heiden vertrieben und in die Länder zerstreut und bin ihnen nur wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie gekommen sind. Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.“ (Hes 11,14-17)

 

„Und du, Menschenkind, weissage den Bergen Israels und sprich: Hört des HERRN Wort, ihr Berge Israels! So spricht Gott der HERR: Weil der Feind über euch frohlockt: »Ha, die ewigen Höhen sind nun unser Besitz geworden!«, darum weissage und sprich: So spricht Gott der HERR:

Weil man euch allenthalben verwüstet und vertilgt und ihr zum Besitz der übriggebliebenen Heiden geworden und übel ins Gerede der Leute gekommen seid, darum hört, ihr Berge Israels, das Wort Gottes des HERRN! So spricht Gott der HERR zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Tälern, zu den öden Trümmern und verlassenen Städten, die den übriggebliebenen Heiden ringsumher zum Raub und Spott geworden sind, – darum, so spricht Gott der HERR: Wahrlich, ich habe in meinem feurigen Eifer geredet gegen die Heiden, die übriggeblieben sind, und gegen ganz Edom, die mein Land in Besitz genommen haben mit Freude von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, um es zu verheeren und zu plündern. Darum weissage über das Land Israels und sprich zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Tälern: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich rede in meinem Eifer und Grimm, weil ihr solche Schmach von den Heiden tragen mußtet. Darum spricht Gott der HERR: Ich hebe meine Hand auf zum Schwur: Wahrlich, eure Nachbarn, die Heiden ringsumher, sollen ihre Schande tragen. Aber ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren. Denn siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet. Und ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus Israel insgesamt, und die Städte sollen wieder bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden. Ja, ich lasse Menschen und Vieh auf euch zahlreich werden; sie sollen sich mehren und fruchtbar sein. Und ich will euch wieder bewohnt sein lassen wie früher und will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin. Ich will wieder Menschen über euch ziehen lassen, nämlich mein Volk Israel; die werden dich besitzen, …“

 

„Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt unter den Heiden, wohin ihr auch gekommen seid. Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, daß ich der HERR bin, spricht Gott der HERR, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, daß ich heilig bin. Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen. …“

 

„So spricht Gott der HERR: Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde von allen euren Sünden, will ich die Städte wieder bewohnt sein lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden. Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, nachdem es verheert war vor den Augen aller, die vorüberzogen. Und man wird sagen: Dies Land war verheert, und jetzt ist’s wie der Garten Eden, und diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt. Und die Heiden, die um euch her übriggeblieben sind, sollen erfahren, daß ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, der HERR, sage es und tue es auch.“ (Hes 36,1-12 u. 22-24 u. 33-36)

 

 

1860 Bau des ersten jüdischen Viertels (Mishkenot Sha´ananim) außerhalb der Stadtmauern Jerusalems.
1885 Beginn der Wiedereinführung der hebräischen Sprache durch Elieser Ben Jehuda. 1920 wird Hebräisch die Amtssprache von Erez Israel (Land Israel).
1897 
29.-31.8.
1. Zionistischer Weltkongreß in Basel, Schweiz; Theodor Herzl glaubt, daß spätestens in 50 Jahren der Traum vom jüdischen Staat Wirklichkeit werden wird.
1909 
11.4.
Gründung der ersten modernen jüdischen Stadt: Tel Aviv. Erster Kibbuz: Dagania.
1917 
(… 1918)
Die Briten erobern Palästina und beenden die 400-jährige Herrschaft des osmanischen (türkischen) Reiches. Am 11. Dezember 1917 marschiert General Allenby zu Fuß durch das Jaffa-Tor in Jerusalem ein.
2.11.1917 Balfour-Deklaration: Die englische Regierung verspricht, die Schaffung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu unterstützen.
1920 
19.-26.4.
Die Grenzen des britischen Mandatsgebiets Palästina (Erez Israel) werden auf der Konferenz der Entente-Staaten in San Remo festgelegt (im Juli 1922 vom Völkerbund bestätigt).
13.6.1920 Gründung der jüdischen Verteidigungsorganisation Haganah.
1922 
September
77% des Mandatsgebiets werden an Emir Abdullah abgegeben; Transjordanien entsteht (ab 1949 Jordanien genannt). Die Juden dürfen nur noch in den verbleibenden 23% des Gebietes siedeln.
1923 Die Briten treten die Golanhöhen an das französische Mandatsgebiet Syrien ab (ca. 1%).
1924 Technion, das Technische Institut (Technische Universität) in Haifa wird gegründet (der Grundstein für das ursprüngliche Gebäude wurde 1912 gelegt); Albert Einstein Präsident der ersten Technion-Gesellschaft.
1925 
1.4.
Eröffnung der Hebräischen Universität Jerusalem auf dem Skopus-Berg (Grundsteinlegung 1918).
1938 
9./10.11.
„Kristallnacht“ in Deutschland: In der Nacht vom 9. zum 10. Nov. setzen die Nazis viele Synagogen in Brand.
1939 
17.5.
Die englische Regierung beschränkt die Einwanderung von Juden nach Erez Israel (MacDonald-Weißbuch); dies ist ein Widerspruch zum Versprechen der Balfour-Deklaration von 1917.
  Beginn des Holocaust in Europa: Bis Ende des 2. Weltkrieges 1945 werden 6 Millionen Juden umgebracht.
1947 
29.11.
UN-Teilungsplan: Die UNO stimmt für die Teilung der verbleibenden 22% des britischen Mandatsgebietes in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Die Juden akzeptieren den Plan, die Araber lehnen ihn ab.
1948 
14.5.
Ende des britischen Mandats und Ausrufung des Staates „Israel“ am 14. Mai 1948 durch David Ben Gurion.
15.5. Am 15. Mai greifen 6 umliegende arabische Staaten (Ägypten, Libanon, Syrien, Jordanien, Irak, Saudi-Arabien) Israel an, mit dem Ziel der Ausrottung des jungen Staates (Unabhängigkeitskrieg).
1949 
16.2.; 8.3.
Chaim Weizmann wird als 1. Staatspräsident und David Ben Gurion als 1. Ministerpräsident bestätigt.
24.2.-20.7.11.5.; 13.12. Wie durch ein Wunder gewinnt Israel den Unabhängigkeitskrieg; Waffenstillstandsabkommen mit Ägypten, Libanon, Jordanien, Syrien; Israel wird UNO-Mitglied; Jerusalem (Neustadt) wird die Hauptstadt Israels.
1950 Die Altstadt von Jerusalem sowie Judäa und Samaria werden von Jordanien annektiert.
1956 
29.10.-5.11.
Sinai-Feldzug: Israel kämpft im Suezkanal-Konflikt an der Seite Frankreichs und Großbritanniens gegen Ägypten; Israel nimmt den Gaza-Streifen in Besitz, von dem zahlreiche Terroranschläge ausgingen.
1967 
5.-10.6.
Sechs-Tage-Krieg: Jerusalem wird vereint; Judäa und Samaria (Westbank) sowie die Golanhöhen werden eingenommen. Der Sinai wird erobert.
1973 
6.-26.10.
Jom-Kippur-Krieg: Überraschungsangriff von Syrien und Ägypten am heiligsten Feiertag des jüdischen Jahres (Jom-Kippur: Versöhnungstag); auch der israelische Geheimdienst Mossad erkannte die unmittelbare Kriegsgefahr nicht. Israel gewinnt schließlich auch diesen Krieg.
1979 
26.3.
Friedensvertrag mit Ägypten (unter Präsident Anwar Sadat und Ministerpräsident Menachem Begin); israelischer Abzug aus dem Sinai (1982 abgeschlossen).
1982 
6.6.- Dez.
Libanon-Krieg (Operation Friede für Galiläa): Israel besetzt den Süd-Libanon, um die ständigen Angriffe der PLO-Terroristen (unter Leitung Jassir Arafats) auf Nord-Israel zu stoppen.
1991 
16.1.-28.2.
Golf-Krieg: Der Irak überfällt Kuwait (2. August 1990); anschließend wird Kuwait von alliierten Streitkräften unter Leitung der USA wieder befreit. 39 irakische Skud-Raketen zerstören oder beschädigen 5000 Häuser in Israel, jedoch nur zwei Israelis werden dadurch getötet.
1994 
26.10.
Friedensvertrag mit Jordanien (unter König Hussein und Ministerpräsident Jizchak Rabin).
1996 
29.5.
Benjamin Netanjahu wird der erste direkt gewählte Ministerpräsident Israels.
  Verhandlungen über den endgültigen Status Jerusalems beginnen. Vgl. Sach 12,2-3: Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher … Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn aufheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln.