Jim Megens

9. Juni 2018 at 15:53

Hinter jedem Menschen verbirgt sich eine Geschichte.

Seine Geschichte. In den wenigsten Fällen beginnt diese mit einem perfekten Start. Und statt Erfüllung und Freude, füllen oft Schmerz und Tränen die Zeilen.  Aber es muss nicht so bleiben. Jede Geschichte kann neu beginnen und neu geschrieben werden. Wie das geht? Durch den der sagte: „Siehe, ich mache alles neu“. Ich habe es erlebt. Dies ist meine Geschichte.

 

Meine Mutter hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie kam als 9. Kind und Nachzügler zur Welt. Schon in jungen Jahren musste sie viel mitmachen. Mit 16 Jahren lernte sie meinen Vater kennen und wurde schwanger, woraufhin er sie teils aus Liebe und teils aus Pflichtgefühl heiratete. Nachdem meine Schwester geboren wurde, hatte meine Mutter etwas später eine Fehlgeburt. Ihr wurde daher von einer weiteren Schwangerschaft abgeraten. Die Gefahr für sie sei einfach zu groß. Doch ihr Wunsch war stärker. 5 Jahre nach meiner Schwester, am 10. Juni 1977, erblickte ich das Licht der Welt.

Da meine Mutter eine sehr zierliche Frau mit einem sehr engen Becken war, hätte ich eigentlich per Kaiserschnitt zur Welt kommen sollen. Doch der Arzt wollte es anders. Entgegen aller Bitten und Warnungen meiner Mutter, ließ er sie auf normalem Weg entbinden. Ich steckte daraufhin zu lange im engen Becken meiner Mutter fest. Mit aller Gewalt und unter Komplikationen erblickte ich so das Licht der Welt. Mit der Folge, dass mein Hinterkopf starke Quetschungen und mein Gehirn Beschädigungen davon trug. Dadurch hatte ich später starke motorische Störungen. Viele Krankenhausbesuche würden noch folgen.

Dennoch war ich ein Wunschkind meiner Mutter und von meinen Eltern sehr geliebt. Doch wenige Jahre später trennten sie sich und ließen sich scheiden. Wir blieben bei meiner Mutter, die mit Ihrer Liebe vieles ausfüllte. In den nächsten Jahren folgten  noch weitere Ehen mit viel Schmerz und Leid.

Durch die vielen Ehen folgten auch viele Umzüge, sodass ich auf unterschiedliche Schulen kam. Doch die Schulzeit war keine schöne Zeit für mich. Durch die Komplikationen während meiner Geburt, war mein Hinterkopf dauerhaft flach eingedrückt.  Zudem hatte ich schon sehr jung einen großen Kopf. Dadurch wurde ich viel gehänselt. Ich war außerdem ein sehr emotionales Kind und weinte viel. Das war noch mehr Zündstoff. Heute würde man es  Mobbing nennen. Wenn ich Hilfe bei den Lehrern suchte meinten diese, dass Worte doch nicht wehtun. Doch das stimmte nicht. Worte haben sehr viel Kraft.

So wechselten sich Hänseleien mit Prügeleien und wurden fast Alltag. Mal war ich Opfer und sie Täter, und mal waren sie Opfer und ich Täter. Dies blieb bis zu meinem 17. Lebensjahr so. Zudem war ich ein sehr abenteuerlustiger und waghalsiger Junge, was mir neben den Prügeleien noch weitere zahlreiche Verletzungen bescherte.

Durch die Ausgrenzungen in der Schule bekam ich keinen Anschluss. Ich sehnte mich danach, akzeptiert zu werden, hatte aber gleichzeitig tiefe Unsicherheit auf Grund der Ablehnung. Um das auszugleichen, fing ich an mich größer darzustellen, als ich war. Ich erzählte immer mehr Lügen und große Geschichten,  sodass es irgendwann normal wurde und ich es selbst glaubte.  Als ich dann mit etwa 15 Jahren endlich Anschluss bei einer Gruppe fand, begann ich Marihuana zu rauchen. Das half mir noch leichter zu lügen.

Als die Streitereien mit meiner Mutter zunahmen, suchte ich den Weg des geringsten Widerstandes und zog zu meinem Vater. Er hatte damals gerade eine Kneipe übernommen und gleich zur Eröffnung betrank ich mich völlig. Er war sehr wütend. Wenn ich dann bei ihm zu wenig meinen Willen bekam,  ging ich zu meiner Oma und schlief da. Ich merkte, dass ich durch meine schlechten Familienverhältnisse mehr Anerkennung erhielt. Ich gewann die Überzeugung, dass bei Problemen nie ich der Schuldige war, sondern immer die anderen. Gegenüber meinem Vater machte ich meine Mutter schlecht und gegenüber meiner Mutter machte ich meinen Vater schlecht. Ich spielte den einen gegen den anderen aus, sodass ich viel Zeit mit meinen Freunden verbringen und Marihuana oder Haschisch nach Lust und Laune gebrauchen konnte.

Ich hatte sehr schlechte Noten auf meiner Schule. Meinen Abschluss bestand ich gerade so. Nach der elektrotechnischen Berufsschule kam ich auf eine kaufmännische. Aber da ich bei einer Prügelei einem Jungen den Kiefer gebrochen hatte, wurde ich dauerhaft suspendiert. Dann kam ein Brief der Armee bezüglich meiner Wehrpflicht. Da ich als Aussicht auf Arbeit nur die Kneipe meines Vaters hatte, stand mein Entschluss schnell fest: ich würde zur Armee gehen.

Dort war ich 6 ½ Jahre und mein Drogenkonsum wurde immer schlimmer. Es war nicht mehr nur allein Marihuana oder Haschisch. Jetzt gebrauchte ich auch Kokain, Speed, Ecstasy, MDNA und Pilze mit halluzinogener Wirkung. Daneben fing ich mit Alkohol an. Ich besuchte auch oft Prostituierte und hatte sehr viele Beziehungen. Nicht allein aus Lust. Ich sehnte mich nach Anerkennung.

Zu der Zeit fing ich auch an, New-Age-Seminare zu besuchen und stieg voll ein. Ich glaubte an die Lehren des Dalai Lama und allem was mit New Age zu tun hatte. Ich wusste sämtliches über Horoskope, der westlichen wie der chinesischen. Ich war ja groß geworden in einer Familie, wo es normal war, Tarot Karten zu legen, an weiße Magie zu glauben und schwarze Magie zu hassen. Meine  Großmutter und Urgroßmutter waren Hellseherinnen und mein Wunsch war, eines Tages wie sie zu sein. Ich dachte, ich sei ein Lichtträger. Bereits ab meinem 6. Lebensjahr war das meine Welt.

Nach der Armee trat eine Frau in mein Leben, die später die Mutter meiner beiden Töchter werden sollte. Sie hatte bereits eine kleine Tochter, mit der ich gut auskam. Einen Monat nachdem wir uns kennen gelernt hatten wurde sie schwanger und wir heirateten. Bald darauf kam unsere erste gemeinsame Tochter zur Welt. Über ein Jahr später dann unsere zweite. Doch bald danach begann meine Vergangenheit mich einzuholen. Ich wurde sehr depressiv, was viel Einfluss auf unsere Ehe hatte. 2007 konnte ich meiner Arbeit aus psychischen Gründen nicht mehr nachgehen und kam in Therapie. Nach langen heftigen Schwierigkeiten auf beiden Seiten, nahm unsere Ehe 2008 ein jähes Ende. Die Scheidung zerbrach mich völlig.

Ich begann  täglich Marihuana zu gebrauchen. Später kam noch Alkohol dazu. Ich war so depressiv, dass ich nicht mehr leben wollte. Aber hatte auch zu viel Angst davor, mich selbst umzubringen. Gott sei Dank.

Dann an einem Samstag 2013 fragte mich meine Tochter etwas über die Bibel. Da ich darauf keine Antwort wusste,

suchte ich übers Internet.  Während ich das tat, beeindruckte mich der Text immer mehr: „Fürchte dich nicht kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen euch das Reich zu geben.“ (Lukas 12: 32). Das brachte mich zum Nachdenken. Ich war römisch-katholisch. Die römisch-katholische Kirche ist die größte Gemeinschaft der Welt, hier steht aber kleine Herde. Das beschäftigte mich die nächsten zwei Tage, bis ich dann abends zu Gott rief:  „Bitte führe mich zu deiner kleinen Herde.“  Am nächsten Tag erhielt ich eine Nachricht über WhatsApp, ob ich mit zu einer Pfingstgemeinde gehen wolle. Ich war völlig erstaunt und sagte natürlich zu. Dies war am Sonntag, den 11. August 2013. Zwei Wochen später wurde ich von einer älteren Frau aus der Gemeinde eingeladen, die mir über ihre Taufe berichtete. Während ich das hörte, war ich so beeindruckt, dass ich das auch wollte.  Und zwar am Geburtstag  meiner Schwester, dem 29. September. Als ich ihr das sagte, wusste ich noch nicht warum. Es kam einfach aus meinem Herzen.

Dann an einem Sonntag, gab es am Ende des Gottesdienstes einen Aufruf für Gebet. Viele Menschen reagierten darauf. Etwas in mir wollte auch nach vorne. Aber auf halbem Weg stoppte ich. Ich wollte plötzlich nur noch weg. Ich dachte,  ich warte kurz, drehe dann um und gehe einfach. Doch bevor ich es merkte, kam ein Mann auf mich zugelaufen, griff mich am Arm und sagte: „ Ich muss für dich beten. Wofür willst du, dass ich beten soll?“ Ich platzte heraus: „Für meine Sünden.“ Und der Mann begann für mich zu beten. Während er das tat, hörte ich eine Stimme sagen: „Ich vergebe dir! Ich vergebe dir!“ Ich wunderte mich, wer da zu mir spricht. Und als der Mann dann sein Gebet beendete, sagte er: „Jesus steht hinter dir und sagt, dass er dir vergibt.“ In diesem Moment passierte etwas in meinem Herzen, was ich kaum umschreiben kann.  Es war in meinem Leben bislang so, als wenn mein Herz mit dicken Seilen gebunden war. Aber in diesem Moment zerrissen alle. Zum ersten Mal in meinem Leben lebte ich. Ich konnte atmen. Innerhalb eines Augenblicks machte Jesus mich völlig neu. Rückblickend erst bemerkte ich das Datum: Es war der 29. September 2013. An diesem Tag taufte Gott mich in sein Königreich hinein und drehte mein Leben um 180°. Er machte mich frei und führte mich heraus aus dem Dunkel hinein in sein Licht. Zum ersten Mal fühlte ich mich angenommen und akzeptiert. Das machte mich schlagartig frei von Furcht vor Ablehnung durch Menschen. Weil Gott mich völlig angenommen hat! Am 10. Oktober wurde ich dann frei von meiner schweren  Nikotinsucht. Ein einfaches Gebet, aber Gott sah mein Herz. Am 10. November 2013 war dann endlich meine Wassertaufe.

 

Jesus Christus kam auf die Erde, für dich und für mich, um die Beziehung zwischen uns und Gott unserem Vater wiederherzustellen. Er trug unsere Sünden bis zum Tod, sodass wir durch Ihn und mit Ihm leben können. Dies war die größte Entdeckung meines Lebens! Dadurch konnte ich jedem vergeben, so wie Gott auch mir vergeben hat.

 

Jesus, der lebendige Gott, liebt dich! Wenn du ihn auch in dein Leben einladen möchtest, dann bete jetzt zu ihm:

„Jesus, danke dass du mich gerufen hast und mich liebst. Ich möchte zu dir gehören. Bitte vergib mir meine Schuld und Sünde. Du hast dafür mit deinem Leben für mich bezahlt. Danke dass ich durch dich frei bin. Ich nehme deine Vergebung und dein neues Leben für mich an. Ich glaube daran, dass du der lebendige Sohn Gottes bist und ich von jetzt an zu deiner Familie gehören darf. Amen.“

Dann bitte ihn, dass er dich zu seiner Gemeinde leitet, so wie auch ich geführt worden bin.

Ich freue mich schon darauf, dich kennen zu lernen.

Sei gesegnet!

Jim Johannes Maria Megens
jim.megens@gmail.com